Das Wechselbälgchen von Christine Lavant

Wrga, die einäugige Magd, hat ein Wechselbälgchen. Aber sie weiß das nicht - oder tut zumindest so, als ob sie es nicht weiß. Sie liebt ihr Kind und nennt es oft bei seinem schönen Namen: Zitha. Ja, sie findet diesen Namen schön, obwohl er eigentlich eine Schande ist, denn auf diesen Namen tauft der Pfarrer nur Kinder, zu denen es keinen Vater gibt. Zitha ist geistig und körperlich zurückgeblieben, und man kann sich das nicht anders erklären, als dass der Teufel das gesunde Kind gestohlen und dagegen sein eigenes, krankes dagelassen hat. Da kommt Lenz, der Knecht von den gläsernen Grenzbergen auf den Hof - und Zitha bekommt einen Vater - und ein Geschwisterchen. Bloß verlangt der neue Vater, dass Wrga dem Spuk ein Ende macht und Zitha so schlecht behandelt, dass der Teufel den Tausch wieder rückgängig macht. Wie weit kann eine einzelne Mutterliebe ein Kind gegen den Wahn der Umgebung schützen?

 

Wir erarbeiten zwei Versionen des Stückes.

Eine davon wird im Kulturkeller in Gleisdorf gezeigt. Klassische Bühnensituation im schönen, warmen Gewölberaum.

Die zweite Version spielt beim Veit-Bauer, Hönigtalerstraße 34. In dem morbiden, verlassenen Hof spüren wir der authentischen Atmosphäre nach. Dort, auf diesem Hof, hätte sich die Geschichte zugetragen haben können. Wir laden euch ein, mit uns durch den Hof zu wandern, Wrga und ihr Bälgchen in ihrer kalten Stallstube zu besuchen und den sozialen Aufstieg in eine warme Stube am eigenen Leib mitzuerleben.

 

Bühnenfassung: Sophie Benedikte Stocker

Regie: Ursula Leitner

Mit: Stefanie Elias, Rainer Juriatti, Jula Zangger

Musik: Benjamin Klug

 

Tickets unter https://www.hoftheaterhoef.at/

 

Termine:

23. 2., Kulturkeller

24. 2., Kulturkeller

8. 3., Veit-Bauer

9. 3., Veit-Bauer

10. 3., Veit-Bauer

16. 3., Veit-Bauer

17. 3., Kulturkeller

22. 3., Veit-Bauer

23.3., Kulturkeller

24. 3., Kulturkeller

10.4., off-theater Wien

11.4., off-theater Wien

12.4., off-theater Wien